2. Teil Unsere Seele ist keine Blackbox

 

Der introvertierte Typus

 

Bei grossen Anlässen fühlt sich der introvertierte Typus einsam, er zieht sich immer zurück vor dem Objekt. Er leidet an Minderwertigkeitskomplexen, ist gehemmt, misstrauisch und eigensinnig.  Er ist gerne weit weg von der Öffentlichkeit, am liebsten in seinem Reich. Alleine und fern von neugierigen Blicken. Da wo sich nur das verändert wo er will, fühlt er sich wohl. Die liebste Gesellschaft hat er von sich selbst. Introvertierte Menschen werden nur bei denen warm, die er kennt und bei denen er Sicherheit spürt. Sobald Konflikte auftauchen, zieht er sich wie eine Schnecke zurück. Wie er die Welt bewertet ist sehr objektiv, daher hat sie ihm auch nichts zu sagen. Dem introvertierten Typus ist das höchste Gut, die subjektiven Tiefen seines Ich‘s. Er verliert sich selbst, schafft Theorien um der Theorie Willen. Die intensive Bezogenheit die ein extravertierter hat, ist ihm fremd. Da der introvertierte nicht aus sich heraus kann, wirkt er oft unnahbar und schroff. Seine Ideen verfolgt er und ist da auch nicht beeinflussbar. Er kommuniziert nicht gerne, was dann meist auch sehr holprig zustande kommt. Er richtet keine Emotionen auf das Objekt, wirkt abweisend und kühl. Das Objekt wird wie ein Eisklotz fröstelig betrachtet, er kann es nicht emotional Leidenschaftlich betrachten. Dieser Typus beobachtet alles zunächst wohlwollend mit Neutralität. Mit seiner Kritik kann er einem empfindsamen Objekt, den Wind aus den Segeln nehmen mit einem Hauch von Überlegenheit.   Seine Leidenschaft wie auch der Gefühlsausdruck sind wenig beeindruckend, so kann er auch dem gegenüber das Gefühl von Minderwertig zum Ausdruck bringen. Der Introvertierte hat es schwer im Leben, denn man will Fan und Spass haben. Die Farbigkeit der Welt interessiert ihn wenig, er lebt in seiner Einsiedlerexistenz. Er wird von der Umgebung wahrgenommen als drückend-ein Rätsel.

 

Er kann Künstler sein (häufig ein verkanntes Genie), Seher der Welt oder Träumer. Unbekanntes wird mit Misstrauen angesehen, Angst und Scheu vor dem unbekannten Objekt, zögernde Kontaktaufnahme.

 

 

Gedicht von Goethe

 

Wahrheit suchen wir beide; du aussen im Leben,

 

 Ich innen in den Herzen, und so findet sie jeder gewiss. 

 

Ist das Auge gesund, so begegnet es aussen dem Schöpfer,

 

Ist es das Herz, dann gewiss spiegelt es innen die Welt.

 

 

 

Mit Schattenarbeit lässt man Persönlichkeitsanteile nachreifen, damit das Ich zu leben beginnt.

 

Schattenarbeit – die defizitäre Seite seines Selbst nachbessern.